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Früherkennung | Wissenswertes
Brustdiagnostik München – Prof. Dr. Heywang-Köbrunner

Erfreulicherweise gehört Brustkrebs zu den Krebsarten, die inzwischen zu ca. 80% heilbar sind. Diese Erfolge sind sowohl auf die bessere Früherkennung wie auf Verbesserungen der Therapie zurück zu führen (Statement des Int. Agency of Research der WHO 2015, Statement der American Cancer Society 2016, aktualisierte S3-Leitlinie Mammakarzinom 2017, Plevritis et al. JAMA 2018).

Das bedeutet: Todesfälle lassen sich – je nach Tumor – zum Teil durch frühere Erkennung vermeiden, zum Teil durch bessere/neue Therapien und oft auch durch das Zusammenwirken von beidem; denn: auch Therapien sprechen bei früheren Stadien meist besser an als bei späten.

Neben verbesserten Heilungschancen ermöglicht frühe Erkennung meist auch schonendere Behandlung: Brusterhaltung statt Mastektomie, Vermeidung von Achselhöhlenoperationen oder Ersatz der Achselhöhlenausräumung durch schonende „Sentinel- oder Wächter-Lymphknoten“ – Operation sowie auch die Vermeidung aggressiver Behandlungen (Chemotherapien).

DESHALB: Nehmen Sie Ihre Chance wahr und gehen Sie regelmäßig zur Früherkennung!

Vor- und Nachteile der Früherkennung

Vorteile effektiver Früherkennung betreffen also: verbesserte Heilungschancen und schonendere Behandlungsmöglichkeiten

Nachteile jeglicher Früherkennungsuntersuchungen betreffen: falsch-positive Befunde („falscher Alarm“) und „Überdiagnosen“. Sie sind eine Nebenwirkung jeglicher Methode, die eine effektive Früherkennung ermöglicht, d.h. von Methoden, die die Erkennung eines Brustkrebs „vor-verlagern“ können. Eine „Überdiagnose“ entspricht einer „Mehrdiagnose“ von tatsächlichem Brustkrebs oder seinem Vorstadium (dem DCIS), die der Patientin nicht nutzt. Die vorgezogene Diagnose von Brustkrebs kann dann der Frau ggf. nicht nützen, wenn der bösartige Tumor ohne die Früherkennung zu Lebzeiten der Frau gar nicht entdeckt worden wäre, sie aber auch noch nicht bedroht hätte. Dieses kann gerade bei sehr frühem Brustkrebs oder seinem Vorstadium, dem DCIS, vorkommen, wenn der Krebs (was gerade im Anfangs-Stadíum möglich ist) noch sehr langsam wächst und/oder die Frau zwischenzeitlich an einer anderen Todesursache verstirbt. Da im Einzelfall nicht vorhersehbar ist, welcher tatsächlich kleine Brustkrebs (wäre er nicht entdeckt und behandelt worden) die Frau gefährdet hätte oder wie lange eine Frau noch lebt, wird generell auch und gerade bei frühem Brustkrebs die effektive Behandlung empfohlen (da gerade hier hervorragende Heilungschancen bestehen). Im Falle einer „Überdiagnose“ entspricht diese Behandlung dann einer „Übertherapie“. Will man allerdings Früherkennung und die Chance auf Lebensrettung wahrnehmen, sind Überdiagnosen nicht vermeidbar. Die wichtigste Maßnahmen gegen „Übertherapie“ ist die Wahl einer an das individuelle Risiko optimal angepassten Behandlung.

Daneben können auch methodenspezifische Risiken bestehen: bei Mammographien ist das (sehr geringe) „Strahlungsrisiko“ zu beachten, bei Kernspintomographie der Brust („Mamma-MRT“) das sog. „Kontrastmittel-Risiko“.

Dabei liegt das Strahlenrisiko der Mammographie weit unter dem jährlichen Erkrankungsrisiko für Brustkrebs. „Nicht Nachsehen“ ist damit deutlich gefährlicher als „Nachsehen“. Für MR-Kontrastmittel betreffen die wichtigsten Nebenwirkungen Allergien und Nierenschädigung bei vorgeschädigter Niere. Die Rate an sehr seltenen sehr schweren Nebenwirkungen ist dabei vergleichbar dem Strahlenrisiko der Mammographie. Aktuelle Informationen zu MR-Kontrastmitteln finden Sie unter https://www.drg.de/de-DE/3994/mrt-kt/.