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Untersuchungsmethoden für die Befundabklärung | Wissenswertes

Dosissparende volldigitale Mammographie

Wir verwenden ausschließlich diese modernste Technik. Im Vergleich zur digitalen Speicherfolientechnik oder auch zur früheren analogen Mammographietechnik wird mit diesem Verfahren die höchste Bildqualität bei deutlich geringerer Dosis erreicht.

Alle unsere Mammographie-Geräte unterliegen strengster Qualitätskontrolle, da sie alle auch im Mammographiescreening eingesetzt werden und damit nicht nur durch uns, sondern arbeitstäglich und kontinuierlich auch von extern überprüft werden.

Neben der üblichen 2-Ebenen-Mammographie können zur Klärung von Befunden ergänzende Projektionen oder Ausschnitts-und Vergrößerungsaufnahmen (sog. „mammographische Spezialaufnahmen“) wichtige Informationen liefern.

Tomosynthese

Die Tomosynthese ist die neueste technologische Entwicklung der Mammographie. Wir führten dieses Verfahren (zunächst in Studien) als erste Praxis in Bayern bereits 2010 durch. Bei uns stehen derzeit beide Tomosynthese-Technologien (mit weitem oder engem Winkel) zur Verfügung.

Bei der Tomosynthese werden aus einer einzigen mammographischen Aufnahme (ähnlich wie bei der Computertomographie) je nach Brustdicke 40-100 Schichtbilder (Schichtdicke 1mm) errechnet. Hierdurch sind die Strukturen des Brustgewebes genauer, d.h. ohne Überlagerung durch darüber oder darunter liegendes Gewebe zu erkennen. Internationale Studien wie auch eigene publizierte Studienergebnisse haben gezeigt, dass hierdurch bei unklaren Befunden wichtige ergänzende Informationen erhalten werden können. Studien aus dem norwegischen und schwedischen Screening belegen auch eine höhere Entdeckungsrate bei Screening mit Tomosynthese. (Bislang ist Tomosynthese allerdings europaweit noch nicht im Screening zugelassen.) Setzt man Tomosynthese bei Abklärungen ein, so können andere Spezialaufnahmen bei vergleichbarer Dosis oft entfallen.

Ultraschall der Brust

Sonographie ist die Methode der Wahl zur ergänzenden Klärung von mammographisch unklaren Verdichtungen/Herden oder Architekturstörungen. Es besteht bei uns langjährige bis jahrzehnte-lange Erfahrung mit Sonographie. Wir setzen ausschließlich modernste sog. High-end-Geräte mit höchster Auflösung und Bildqualität ein. Die Dopplersonographie zeigt die Durchblutung des Gewebes an und kann bei der Unterscheidung von Befunden damit wertvolle ergänzende Informationen liefern.

Ein automatisiertes 3D-Volumen-Sonographie wird bei uns aktuell bezüglich Einsetzbarkeit im Screening erprobt.

Die quantitative Scherwellen-Elastographie (verfügbar bei uns seit 2012) ist im Gegensatz zur einfacheren sonographischen Elastographie-Methoden ein patentiertes Verfahren, welches eine objektive und reproduzierbare Messung der Gewebselastizität sowohl bei oberflächlichen wie auch bei tiefer liegenden Befunden erlaubt. Auch dieses Verfahren ist nicht alleinstehend, sondern nur ergänzend zur üblichen Sonographie einzusetzen. Es kann ergänzende Informationen für eine bessere Zuordnung von vermutlich gutartigen Befunden liefern.

  

Spektrale Kontrastmittelmammographie ermöglicht als neues Verfahren zusätzliche pathophysiologische Aussagen durch Visualisierung besser durchbluteter Areale. Erste Forschungsergebnisse zeigen eine der MRT (Kernspintomographie der Brust) vergleichbare Sensitivität.

Damit ist die KM-Mammographie dort zu erwägen, wo eine MRT zu empfehlen ist (siehe unten), diese aber nicht möglich ist, z.B. bei Unverträglichkeit von MR-Kontrastmittel, Platzangst oder Herzschrittschacher (S3-Leitlinie 2017).

Schonende (minimal invasive) Gewebsabklärung (Nadelbiopsien wie Stanzbiopsien, Vakuumbiopsien etc.)

Je nachdem, mit welcher Methode ein Herd sichtbar ist und welche Art von Veränderung zu klären ist, führen wir Stanz- bzw. Vakuumbiopsien unter mammographisch-stereotaktischer Steuerung, unter sonographischer Steuerung oder unter MR-tomographischer Steuerung durch.

Diese Verfahren erlauben es, ambulant, unter Lokalanaesthesie und damit fast schmerzfrei, Gewebe zu gewinnen. Hiermit kann dann in über 95% der Fälle eine sichere Diagnose erhalten werden. Durch unser interdiziplinäres Team werden zusammen mit dem Team der Referenzpathologen alle Befunde gemeinsam diskutiert. Je nach Bedarf werden mit Ihnen sowie klinischen Kollegen aus verschiedenen Münchner Kliniken Empfehlungen zum weiteren Vorgehen (jeden Mittwoch) in der interdisziplinärem Konferenz erarbeitet.

Für fast alle gutartigen Befunde können so Operationen vermieden werden. Bei bösartigen Befunden oder (noch gutartigen) Befunden, die ein erhöhtes Entartungspotential haben, sind nach üblichem Standard aber weitere Maßnahmen erforderlich. Da die Information über die Histologie (feingewebliche Typisierung) aber die moderne individuell angepasste Operationstechnik entscheidend beeinflusst und inzwischen erwiesen ist, dass Frauen – bei denen die Histologie durch Nadelbiopsie vor Operation gesichert ist - insgesamt auch bessere onkologische Ergebnisse haben, entspricht es dem internationalen Standard, dass alle geeigneten mit Bildgebung entdeckten Befunde (> 90%) inzwischen eine schonende Gewebsabklärung erhalten sollten.

Frau Prof. Heywang-Köbrunner hat verschiedene minimal invasive Verfahren in Europa (stereotaktische Vakuumbiopsie) oder weltweit (MR-gestützte Vakuumbiopsie) eingeführt und hat diese Verfahren mehrfach in internationalen Kongressen unterrichtet.

Im Team der Brustdiagnostik München besteht eine sehr hohe Erfahrung von 5 bis über 20 Jahre mit den o.g. gewebsschonenden Verfahren. Alle gewebsschonenden Verfahren (unter mammographischer, sonographischer oder MR-tomographischer Steuerung) werden in der Brustdiagnostik angeboten.

Sollte eine solche Untersuchung bei Ihnen notwendig sein und Sie wurden früher noch nicht bei uns behandelt, bitten wir darum, dass Sie vorab einen Vorstellungstermin vereinbaren, bei dem Sie bitte alle bisherigen bildgebenden Untersuchungen (aktuelle Untersuchungen sowie zumindest eine Voruntersuchung) und die dazugehörigen schriftlichen Befunde mitbringen. Dieses ist notwendig, um unsere Untersuchung individuell optimal zu planen und damit das bestmögliche Ergebnis zu erzielen.

Kontrastmittel-MRT (Magnetresonanztomographie oder Kernspintomographie) der Brust

Dieses Verfahren wurde 1985 von Prof. Heywang-Köbrunner weltweit eingeführt und seither zusammen mit vielen anderen Wissenschaftlern weltweit weiterentwickelt. Frau Prof. Heywang-Köbrunner hat verschiedene internationale Studien hierzu geleitet und ist als anerkannte Expertin in nationalen und internationalen Entscheidungsgremien maßgeblich vertreten. (vgl. www.heywang-k.de)

Die Kontrastmittel-MRT der Brust ist das sensitivste Verfahren für die Erkennung von Brustkrebs. Ihre Interpretation soll aber – entsprechend internationalen Empfehlungen – in der Regel zusammen mit der Standard-Bildgebung und bei geeigneten Fragestellungen erfolgen. Nur so kann die höchstmögliche Entdeckungsrate erreicht werden und es kann falscher Alarm, der bei MRT häufiger vorkommen kann und der auch schwierig weiter zu klären sein kann, weitestgehend reduziert werden. Dieses Vorgehen ist wichtig, da kein Verfahren perfekt ist. Die Verfahren ergänzen sich aber.

MRT kann sinnvoll eingesetzt werden zur

  • Unterscheidung zwischen Tumor und Narbengewebe (nach Brusterhaltung oder Implantateinlage)
  • besseren Eingrenzung der Tumorausdehnung vor geplanter Operation oder Behandlung
    Nach neuestem Standard wird die MRT vor Brusterhaltung nicht generell, sondern eingegrenzt auf diagnostische Fragestellung (z.B. Tumortypen) empfohlen. Der sinnvolle Einsatz einer präoperativen MRT wird daher in der Regel nach Analyse aller vorhandenen Informationen mit dem Operateur abgestimmt.

Nach neuestem Standard wird die MRT vor Brusterhaltung nicht generell, sondern eingegrenzt auf gewisse diagnostische Fragestellungen (z.B. abhängig vom Tumortyp) empfohlen. Der sinnvolle Einsatz einer präoperativen MRT wird daher in der Regel nach Analyse aller vorhandenen Informationen mit dem Operateur abgestimmt.

  • zur Überprüfung des Ansprechens bei sog. neoadjuvanter Chemotherapie
  • zur Tumorsuche bei Lymphknotenbefall der Achselhöhle
  • bei deutlich erhöhtem Risiko (Programm fam. Brustkrebs der Dt. Krebshilfe und Krankenkassen; Empfehlungen der US-amerikanischen Krebsgesellschaft und britische NICE-Guideline).
  • In einzelnen Fällen, bei denen mit Standardbildgebung und schonender Gewebsabklärung keine ausreichende Sicherheit erreichbar oder zu erwarten ist

Sollten Sie eine MRT-Untersuchung durch uns wünschen und wir kennen Sie noch nicht, bitten wir darum, dass Sie sich mit Ihren Unterlagen (aktuelle Bilder sowie – wenn möglich-  auch mit Bildern von früheren Untersuchungen, ggf. auch verfügbaren bisherigen Befunden) vorstellen. Nur so können höchstmögliche Sicherheit erreicht werden und unnötige Wiederholungen von Untersuchungen vermieden werden.  

Wir führen unsere MRT-Untersuchungen in überörtlicher Berufsausübungsgemeinschaft mit dem MVZ Radiologie Elisenhof (Prielmayerstr.1, München) durch, wo wir durch ein kompetentes Team unterstützt werden. Ihre Terminvereinbarung erbitten wir über unsere Telefonnummer 089 961 661 350 oder unsere email-Adresse.

Für die Durchführung und Betreuung der Patientinnen während der MRT-Untersuchung, die unserem Standard folgt, ist das Ärzteteam des MVZ Radiologie Elisenhof verantwortlich. Die Befundung erfolgt durch uns (Privatpatientinnen, Selbstzahler).

Präoperative Draht- oder Clipmarkierungen

Sie sind notwendig, damit der Operateur nichttastbare, nur mit Bildgebung entdeckte Befunde zielgenau auffinden und entfernen kann.

Wir führen Draht- oder Clipmarkierungen (entsprechend Terminvereinbarung)  unter mammographischer, sonographischer oder kernspintomographischer Steuerung für verschiedene Krankenhäuser auf Anforderung  durch. Eine Terminierung kann mit uns durch den Operateur erfolgen, nachdem uns das erforderliche Material (aktuelle Bildgebung und ggf. Voruntersuchungen mit dazugehörigen Befunden)  zur individuellen Planung der Untersuchung zur Verfügung gestellt wurden.